Bedeutung der Häuser des Geburtshoroskops.
Radix-Planeten
in einem Haus sind von dessen Qualitäten gefärbt, beeinflussen jedoch
auch rückwirkend den angesprochenen Lebensbereich auf ihre Art. Die
Transite der laufenden Planeten durch Ihre Häuser aktivieren die damit
verbundenen Themen gemäß ihrer spezifischen Qualität.
Das erste Haus
Das 1. Haus
symbolisiert die Art, wie man sich nach außen darstellt, auf
Lebenssituationen zugeht, etwas beginnt, sich selbst behauptet und
durchsetzt. Es sagt etwas über die physische Gestalt, die körperliche
Konstitution als Ausdruck der Seele und die Maske (Rolle) aus, in der
man gesehen werden wollen.
Das zweite Haus
Das 2. Haus steht für
die materielle Basis, die eigenen Ressourcen (Besitz, Geld, ökonomische
Fähigkeiten), mit denen man sich Sicherheit aufbaut. Dieser Bereich
symbolisiert die Werte, über die man das Selbstwert definiert. Er steht
auch für Abgrenzungsfähigkeit und schließlich für Genussfähigkeit, wenn
nämlich das Sicherheitsbedürfnis befriedigt und Stabilität gemäß der
eigenen Wertskala erreicht ist.
Das dritte Haus
Das 3. Haus steht für
Kommunikation jeder Art: wie man denkt, sich mitteilt, Informationen
einholt und weitergibt, Mimik und Gestik einsetzt, um sich auszudrücken,
ebenso wie der Gebrauch der Medien (Radio, Fernsehen, Zeitschriften,
Bücher etc.). Es symbolisiert den praktischen Alltagsintellekt,
Lernfähigkeit (Schule, Grundausbildung), den Bewegungsradius im nahen
Umfeld, kleine Reisen, öffentliche Straßen und Plätze (Treffen auf dem
Marktplatz, in der Bahn, in Cafés, in der Buchhandlung, im Kino etc.).
Das vierte Haus
Das 4. Haus entspricht
der familiären Herkunft, den Erfahrungen im Elternhaus mit den
entsprechenden, meist unbewussten emotionalen Prägungen in der Kindheit.
Es symbolisiert die seelische Identität als Basis für die Entwicklung
eines erwachsenen, selbständigen Ichs. Im Erwachsenenalter steht es für
das eigene Zuhause, den Rückzug in die private Sphäre, das Bedürfnis
nach Heimat und Geborgenheit.
Das fünfte Haus
Das 5. Haus bedeutet
die Fähigkeit, selbständig und unternehmerisch zu handeln, es entspricht
dem schöpferischen Prinzip und schließt auch die biologische Ebene der
Fortpflanzung mit ein. Es hat zu tun mit Dingen, die Freude machen und
das eigene Ich herausstellen: Liebesabenteuer, Sexualität, Kinder,
Vergnügungen, Theater, Bälle, Spiele aller Art, Lotterien, künstlerische
Fähigkeiten, Selbstausdruck, Dramatisierung der Emotionen.
Das sechste Haus
Das 6. Haus
symbolisiert den Bereich der (abhängigen) Arbeit, der alltäglichen
Pflichten, der Gesundheit, die von den Lebensbedingungen, der Ernährung
und der psychischen Haltung abhängig ist. Es steht für die Fähigkeit,
den Alltag ökonomisch zu organisieren, eine heilsame Ordnung zu Hause
und am Arbeitsplatz zu schaffen, die Fertigkeiten und Talente
weiterzuentwickeln und einer Sache mit Sorgfalt und Qualitätsbewusst
Sein zu dienen. Unterscheidungsvermögen und Kritikfähigkeit gehören
ebenfalls dazu.
Das siebte Haus
Das 7. Haus
symbolisiert den Bereich partnerschaftlicher Beziehungen (geschäftlich
und privat), wozu auch offene Feinde gehören können (Prozesse,
Rechtsstreitigkeiten). Es steht für die Fähigkeit, auf ein Du zuzugehen,
sich offen dazu zu bekennen und sich zu binden (auch vertraglich, z.B.
in einer Ehe). Dieser Bereich beinhaltet die Erwartung an einen Partner,
das Partnerbild, das man auf den anderen projiziert, um sich
schließlich selbst als Träger dieser Wesensmerkmale zu erkennen.
Das achte Haus
Das 8. Haus
symbolisiert die Vertiefung der Verbindlichkeit, sowohl auf der
emotionalen wie auf der finanziellen Ebene. Es steht für die
Verstrickungen in Leidenschaften, Sexualität, Machtkämpfe,
Geldangelegenheiten und Zwänge, die nur durch eine vollkommene Wandlung
der eigenen Persönlichkeit gelöst werden können. Es ist daher auch der
Bereich des "Stirb und werde", Altes, Überlebtes muss vollkommen
losgelassen werden, um Neuem Platz zu machen. Das 8. Haus symbolisiert
den Schattenbereich der Seele, den es als zu einem gehörig zu
akzeptieren gilt, um die Weihen tiefer Liebe in der Verschmelzung des
lichten und dunklen Pols zu erfahren. Es ist der Gang durch die
persönliche Hölle verborgener, verheimlichter Motive und Triebe, die nur
durch bewusstes Durchleben und Loslassen zu erlösen sind.
Das neunte Haus
Das 9. Haus steht für
die Lebensphilosophie, die Weltanschauung, die man durch Erfahrungen und
Studium gewinnt. Es ist der Bereich der Wahrheits- und Sinnsuche, der
weiten Reisen in andere Kulturkreise, sowohl auf der physischen wie auf
der geistigen Ebene, um den Erkenntnishorizont zu erweitern und neue
Möglichkeiten kennenzulernen. In diesem Bereich stellt man Fragen und
suchen die Antworten bei den Meistern, bis man durch Erfahrungen und
Selbsterkenntnis den eigenen inneren Meister gefunden hat. Man erlebt
die Fähigkeit, selbst etwas als Wahrheit zu erkennen, aus einem tiefen,
inneren Wissen heraus.
Das zehnte Haus
Das 10. Haus steht für
den Status in der Gesellschaft, den man durch berufliche Kompetenz
einnehmen will. Es zeigt, auf welchen Gebieten man sich qualifizieren
will, um den Beitrag zum Ganzen zu leisten. Es beschreibt die Rolle und
die Funktion, mit der man sich in der Öffentlichkeit präsentiert, und
die Normen, nach denen man sich richtet, um Anerkennung zu bekommen. Das
10. Haus symbolisiert auch das persönliche Lebensziel, den
Kulminationspunkt der Entwicklung vom unmündigen Kind zum
eigenständigen, selbstverantwortlichen Erwachsenen.
Das elfte Haus
Das 11. Haus
symbolisiert den Lebensbereich, in dem man sich, frei von
konventionellen Einschränkungen, mit seinen Interessen beschäftigen kann
und niemand anderem verpflichtet ist als seinen humanitären Idealen und
seiner Ethik von Freiheit, Unabhängigkeit, Toleranz und
Gleichberechtigung. Es steht für Gruppenaktivitäten und Freundschaften,
denen man sich durch seine geistige Haltung und gemeinschaftliche
Anliegen verbunden fühlt, und beschreibt die Qualitäten, die man in
diesem Bereich verwirklichen will.
Das zwölfte Haus
Das 12. Haus
symbolisiert den Rückzug von der Betriebsamkeit und den ehrgeizigen
Bestrebungen der äußeren Welt und die Hinwendung nach innen, zur
Besinnung auf sich selbst und zum Eintauchen in die Einheit und
Grenzenlosigkeit des Lebens an sich. Es ist der Bereich der Meditation,
der Abgeschiedenheit, aber auch des Gefangenseins, der Einsamkeit und
des Verloren seins. Hier geht es um völliges Loslassen des kleinen Ichs
und die Hingabe an das höhere Selbst. Kloster, Krankenhaus oder
Gefängnis sind äußere Entsprechungen dafür.